Ich mache diese Serie, weil ich selbst auf diesem Weg bin.
Nicht weil ich angekommen bin, nicht weil ich die Antworten habe, sondern weil ich weiß, dass der Weg lohnt sich.
Ich kenne das Gefühl von Enge und Beklemmtheit, das sich trotzdem vertraut anfühlt. Zustände, in denen man weiß, wie man funktioniert. Verletzungen, die man kennt und genau deshalb aushält. Überzeugungen, die wir einmal gebraucht haben — und die längst zu einem Teil von uns geworden sind, den wir gar nicht mehr hinterfragen.
Und ich habe gelernt: Das war kein Fehler. Es war notwendig. Und es hat mich hierher geführt.
Gunther Schmidt, Begründer der Hypnosystemik, hat etwas formuliert, das mich seitdem begleitet:
„Wer Angst hat, hat Zukunft.“
— Gunther Schmidt
Die Angst vor dem Neuen ist kein Hindernis. Sie ist ein Hinweis auf ein Bedürfnis. Ein Beweis, dass da etwas in dir ist, das mehr will.
Vielleicht geht es dir ähnlich. Vielleicht ahnst du, dass da mehr ist — aber der erste Schritt fühlt sich groß an. Dann ist dieser Beitrag für dich.
Was mich an den vier Elementen fasziniert
In meiner Weiterbildung und in den Büchern, die ich lese, bin ich immer wieder auf dasselbe gestoßen: Wir tragen Überzeugungen und Überlebenskonstrukte mit uns — Schutzpanzer, die irgendwann notwendig waren. Die uns sicher gehalten haben. Und die irgendwann zu eng geworden sind.
Die vier Elemente haben mir geholfen, das zu verstehen. Nicht als Theorie. Als Bilder.
Erde — für das, was trägt und hält.
Feuer — für die Kraft, die in uns brennt.
Wasser — für das, was sich bewegen will.
Luft — für die Freiheit, die entsteht wenn wir loslassen.
Diese Bilder geben dem, was ich in der Beratung erlebe, eine Sprache. Eine Form. Etwas, das man greifen kann. Das ist der Grund für diese Serie — nicht Lehre, sondern Einladung.
Sophia — die Liebe zur Weisheit
In meiner Beschäftigung mit diesen Themen bin ich auf eine Figur gestoßen, die mich seitdem begleitet.
Sophia. Aus dem Griechischen: die Weisheit.
Und Philosophie — das Wort, das wir alle kennen — bedeutet wörtlich: die Liebe zur Weisheit. Nicht das Besitzen von Weisheit, sondern die Ausrichtung auf sie. Das Staunen. Das Empfangen.
Was mich an Sophia fasziniert: Sie erklärt nicht. Sie zeigt — sie zwingt nicht — sie lädt ein.
Das ist genau die Haltung, die ich in meiner Beratung anstrebe. Und die Haltung, in der ich diese Videos gemacht habe.
Weisheit empfängt man — man erarbeitet sie nicht. Gut, Weisheit fällt einem nicht in den Schoß, aber man erarbeitet sie auch nicht, wie einen Business Plan. Sie entsteht im Zwischenraum, zwischen dem mutigen Hinschauen und dem Loslassen dessen, was man zu wissen glaubte. Das hat mich tief berührt, als ich das das erste Mal gelesen habe, weil es so grundlegend anders ist als das, was wir üblicherweise hören.
Rainer Maria Rilke hat das vielleicht am schönsten formuliert:
„Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen.“
Was die Alchemisten wussten
Ich bin natürlich kein Alchemist. Aber was ich über Alchemie gelesen habe, hat mich verblüfft — vor allem, wie modern sie ist.
Die Alchemisten des Mittelalters haben die vier Elemente als Gegensatzpaare betrachtet: Erde und Luft — Schwere und Leichtigkeit. Feuer und Wasser — Hitze und Kühle.
Und ihre zentrale Frage war nicht: Welches Element ist das richtige?
Sondern: Was entsteht — wenn die Gegensätze aufgehört haben gegeneinander zu kämpfen?
Sie suchten nicht nach materiellem Gold. Sie suchten nach Verwandlung. Nach dem, was die Gegensätze in sich tragen — und übersteigt.
In der alchemistischen Tradition – von Aristoteles bis Paracelsus, nannte man es die Quintessenz. Das fünfte Element. Nicht neben den vier anderen, sondern das, was entsteht — wenn alle vier harmonieren.
Ich habe das gelesen und mir gedacht: Das ist es. Das ist genau das, worum es geht. In der Beratung. In dieser Serie. Im Leben.
C.G. Jung — werde ganz, nicht besser
Carl Gustav Jung hat die Alchemie als Psychologie gelesen. Das hat mich fasziniert.
Er sah in den alchemistischen Bildern Beschreibungen seelischer Verwandlung. Was die Alchemisten Quintessenz nannten — nannte er das Selbst. Nicht das Ich, das denkt und plant, sondern das tiefere Zentrum, das alle Teile umfasst. Auch die Gegensätze. Auch die Schatten.
Und den Weg dorthin nannte er Individuation — den Prozess der Ganzwerdung.
Nicht Perfektion. Nicht das Ablegen aller Schwächen. Sondern das Zusammenfinden aller Teile — in einem Leben, das ganz gelebt wird.
„Der Mensch wird nicht erleuchtet durch das Vorstellen von Lichtgestalten, sondern durch das Bewusstmachen der Dunkelheit.“
— C.G. Jung
Das hat mich fasziniert, als ich es las. Weil es so anders ist als das, was wir oft hören.
Nicht: werde besser. Sondern: werde ganz.
Das ist der Unterschied. Und das ist — für mich — der Kern dieser Serie.
Warum Bilder wirken — Einbildungskraft
Die alten Philosophen sprachen von Einbildungskraft — nicht als Fantasie, sondern als die Fähigkeit, ein Bild in sich einzulassen. Es einzubilden und nicht auszudenken. Empfangen — nicht konstruieren.
Émile Coué, französischer Arzt und Pionier der Autosuggestion, hat folgendes beobachtet:
„Wenn Vorstellungskraft und Willenskraft im Konflikt sind, gewinnt immer die Vorstellungskraft — ohne Ausnahme.“
— Émile Coué
Das erklärt, warum diese Serie mit Bildern arbeitet — und nicht mit Anleitungen. Nicht mit Regeln, sondern mit Bildern, die etwas in uns berühren, noch bevor wir es verstehen.
Samen. Glut. Fluss. Blätter. Mandala.
Diese Bilder waren keine Dekoration. Sie waren Einladungen — an das, was in dir bereits weiß. Sophia arbeitet so: nicht lehren, sondern zeigen.
Die Mitte — wo alle vier zusammenkommen
Wenn ich auf diese Serie zurückschaue, sehe ich einen Kreislauf.
Vier Elemente. Vier Richtungen. Vier Einladungen.
Und in der Mitte — wenn alle vier zusammenkommen, wenn die Gegensätze aufgehört haben zu kämpfen — entsteht etwas. Die Quintessenz. Das Selbst. Das Ankommen.
Nicht als Ziel, das man einmal erreicht, sondern als Zustand, den man immer wieder berühren kann. Dynamisch. Lebendig. Ein Kreislauf, der sich vertieft.
Rumi hat es so gesagt:
„Du bist nicht ein Wassertropfen im Ozean. Du bist der ganze Ozean in einem Tropfen.“
— Rumi
Alle vier Elemente. Die ganze Weisheit. Der ganze Kreislauf — in einem einzigen Augenblick. In dir.
Innere Handlungsfähigkeit — zurückgewinnen
Was Jung Individuation nannte und die Alchemisten Quintessenz, beschreibt die moderne Psychologie als das Zurückgewinnen innerer Handlungsfähigkeit. Die Fähigkeit, frühere Überlebensstrategien zu erkennen und zu transformieren. Nicht durch Willenskraft, sondern durch Verwandlung — in gesündere, selbstbejahende Weisen des Umgangs mit sich und anderen.
Das ist kein Ziel, das man einmal erreicht. Es ist eine lebenslange Reise. Ein Kreislauf. Immer wieder. Immer tiefer.
Das ist — in der Sprache der Psychologie — was diese Serie meint, wenn sie von Ankommen spricht.
Sophia als Begleiterin — nicht als Ziel
Sophia ist nicht das Ziel dieses Weges. Sie ist die Begleiterin.
Sie geht mit — als die Haltung, die fragt statt behauptet. Als die Kraft, die zeigt statt erklärt. Als die Weisheit, die empfängt statt erzwingt.
Philosophie — die Liebe zur Weisheit — ist kein Zustand, den man erreicht. Es ist eine Haltung, die man einnimmt. Immer wieder. Mit jedem Atemzug. Mit jeder Rückkehr zu sich selbst.
Die Übung — jetzt gleich
In meinem Video begleite ich dich durch einen persönlichen Einblick in meine eigene Reise zur Quintessenz — und eine körperzentrierte Ganzheitsmeditation, in der alle vier Elemente zusammenkommen. Ca. 12-13 Minuten.
Was bleibt
Ein Kreislauf schliesst sich.
Erde hat Halt gegeben. Feuer hat Kraft zurückgebracht. Wasser hat bewegt, was sich aufstaute. Luft hat Raum geschaffen.
Und Sophia — die Quintessenz — zeigt: All das war immer schon in dir.
Jung nannte es Individuation. Paracelsus nannte es Quintessenz. Sophia nennt es Weisheit. Und ich nenne es: Ankommen bei dir selbst.
Der Weg bisher war kein falscher. Er war notwendig. Er hat dich hierher geführt.
Und was jetzt kommt — macht mehr Spaß. Nicht weil es leichter ist, sondern weil du mehr du selbst bist.
Wenn du spürst, dass da mehr ist — dann bin ich gerne für dich da. Von Mensch zu Mensch.
Die Serie „Ankommen bei mir – mit den 4 Elementen“
- Teil 1: Element ERDE – Warum der Körper der Schlüssel ist
- Teil 2: Element FEUER – Deine verborgene Kraft
- Teil 3: Element WASSER – Was in dir festsitzt, will fließen
- Teil 4: Element LUFT – Wie loslassen zur Leichtigkeit führt
- Teil 5: Ankommen bei mir selbst – Quintessenz
Mein Fazit für dich
Mach den ersten Schritt zu deiner Reise zur dir selbst
Sich auf den Weg zu machen, den ersten Schritt zu setzen, kann manchmal schwierig erscheinen. Aber er lohnt sich allemal! Gerne unterstütze ich dich dabei, behutsam deine Richtung zu finden und bei dir anzukommen.


