Wir müssen ständig Entscheidungen treffen – kleine und große, bewusste, aus Gewohnheiten heraus und unbewusste. Manchmal ist eine ganze Kette von Entscheidungen notwendig, die als weiterführende Impulse zum bewussten Handeln betrachtet werden können.
Modelle für kognitive Entscheidungen
Manchmal sabotieren wir unsere Entscheidungen, indem wir sie einfach IGNORIEREN oder irgendetwas bewegt uns dazu, sie zu HINTERFRAGEN. Dann beginnt alles von Vorne. Vielleicht drückt man sich vor der Verantwortung, vielleicht vor den Konsequenzen und wartet noch… Wäre das nicht mit einem Hoffen gleichzusetzen? Ein Hoffen, dass jemand anderer in die Presche springt oder sich das Problem einfach auflöst?
„Jede getroffene und verwirklichte Entscheidung ist eine richtige Entscheidung. „
— Waldefried Pechtl, „Zwischen Organismus und Organisation“ (1995)
Die Affektbilanz
Die Affektbilanz ist eine Methode aus dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM) von Maja Storch und Frank Krause zur Selbsthilfe bei Entscheidungen, Auswahl- und Veränderungsprozessen. Dabei werden die Signale des Unbewussten mit den Berwertungendes des Verstandes verknüpfts.
Das Modell ist eine wissenschaftlich fundierte Methode, die auch neurobiologische Aspekte berücksichtigt. Dabei wird nicht nur der Verstand, sondern auch das Unterbewusste in die Entscheidungsfindung und Bewertung einbezogen.
Die Affektbilanz nutzt zur Bewertung von Ideen zwei Skalen jeweils von 0 bis 100. Zuerst eine NEGATIVE Skala, weil unser Gehirn zuerst Gefahren lokalisiert. Dabei wird das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet. Danach werden die POSITIVE Aspekte bewertet, wobei unser Belohnungssystem angesprochen wird und das Glückshormon Dopanin erzeugt wird.
So erstellst du deine Affektbilanz

- Ideenkorb bilden. Dafür können Fotos unterschiedlichster Themenbereiche als intuitive Anregung zu Hilfe genommen werden. Sie regen das Unterbewusstsein an. Wichtig ist, spontanes Handeln ohne lange nachzudenken.
- Auswahl der Lieblingsideen. Auch dabei wieder eine spontane Auswahl treffen.
- Bewertung der Affektbilanz intuitiv vornehmen. Zuerst die negativen, dann positiven Aspekte auf der jeweiligen Skale eintragen.
- Nun erfolgt die Synchronisation von VERSTAND und UNBEWUSSTEM.
- Selbstreflexion. Der Verstand klärt nun, warum das Unbewusste diese Ideen generiert hat und so positiv darauf reagierte.
- Abschließend erfolgt die Wunschformulierung am besten in bildhafter Sprache. Sie gibt der kongnitiven Entscheidung eine emotionale Note. Somit werden beide Systeme bedient.
Beispiel: Jobwechsel

Die Affektbilanz ist keine Pro- und Contra-Liste. Es ist ein intuitiver Prozess. Das Unbewusste und der Verstand werden gleichermaßen eingesetzt. Somit wird sich auch nach der Entscheidung kein „schlechtes Gewissen“ melden. Probieren es selbst aus!
Sieh dir die detaillierte Anleitung zur Erstellung deiner persönlichen Affektbilanz in diesem Video an.
Falls die Herausforderung doch größer oder komplexer ist, als du dachtest, dann erstelle doch einfach eine Affektbilanz, ob du Hilfe in Anspruch nehmen sollst!
Mein Fazit für dich
Formuliere deine Ideen und wähle deine Lieblingsidee.
Damit ist der erste Schritt bereits getan. Allein das Aufschreiben wird dir vielleicht schon etwas Bewusst machen. Gerne unterstütze ich dich dabei – bis zur Umsetzung deiner Wünsche.


